Unsere Alterspyramide hat einen starken Bauch – Erkenntnisse und notwendige Maßnahmen

Als Botschafter der Initiativve für eine Neue Soziale Marktwirtschaft  ( INSM – Berlin ) hielt Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen im hiesigen Haus der Siegerländer Wirtschaft einen lebhaften Sachvortrag über das Thema  Demographie, Wirtschaft und Soziales in unserem Staat. Raffelhüschen ist Professor für Finanzwirtschaft an der UNI  Freiburg sowie dortiger Direktor des Forschungszentrums  Generationenverträge . Er befasst sich schwerpunktmäßig mit Fragen der praktischen Sozialpolitik.P1090847.jpg kl

Aufmerksame Zuhörer waren überwiegend Inhaber und leitende Mitarbeiter/innen hiesiger mittelständischer Unternehmen. Er führte uns im Zeitraffer die nicht mehr gut strukturierte Atlterspyramide der deutschen Bevölkerung vor Augen. Der Referent …“ wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, haben wir ein großes Problem“. Immer mehr Rentner müssten  dann von immer weniger Beitragszahlern immer länger finanziert werden.

Die Politik ignoriere dieses weitgehend und verlasse sich darauf, daß unsere Wirtschaftsentwicklung weiterhin so positiv verlaufe wie in den letzten 10 Jahren . Das aber sei doch höchst unwahrscheinlich. Die von der Bundesregierung zur Zeit geplanten  „Reformen“  würden nach seiner Auffassung das derzeitige generationengerechte und am Lebensleistungsprinzip orientierte System zerstören.  Sinnvoller sei es zum Beispiel, die Lebensarbeitszeiten deutlich zu verlängern und eine qualifizierte Zuwanderung zu fördern.P1090850.jpg klkl

Gleichzeitig müsse neben der Rente als Grundversorgung jeder Einzelne eine zusätzliche finanzielle Absicherung aufbauen. Das Prinzip dafür – „nicht alle Eier in einen Korb“.

 

Raffelhüschen mahmt …“ Wir müssen unsere sozialen Sicherungssysteme  jetzt demografiefest machen  … Partei- und Klientelipolitik müssen dabei hintenanstehen

 

Aber  –  Auf seinen Rat und den des Sachverständigenrates zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hört die aktuelle Regierungskoalition nicht – die CSU setzt Rentenverbesserungen durch, welche die bislang eigenständige Tragfähigkeit des Rentensystems  aushebelt. Die SPD hat die Aufstockung der Erwerbsminderungsrenten durchgesetzt. Durch die beiden Maßmnahmen werden die Beitragszahler mit insgesamt 36 Mrd. EURO  belastet – die aufgrund der guten Beschäftigungslage mögliche Senkung der Beitragszahlungen entfälltt daher.

. Im Jahresgutachten des Sachverständigenrates wird der amtierenden Regierung „Demografieblindheit“ bescheinigt