Weggeworfenes achten und beleben – Kritik an der Wegwerfgesellschaft mit künstlerischen Mitteln

Auf eigenwillige Weise werden Eindrücke der Wegwerfgesellschaft von  Michael G. Müller  aufgenommen und verarbeitet. So entstehen neue „Seh-Geschichten“. Müller ist gelernter Grafiker und Designer –  seine aktuellen Arbeiten werden bis zum 21. Juni in den Galerieräumen unserer Industrie- und Handelskammer (www.ihk-siegen.de) ausgestellt. Das Thema der Ausstellung  lautet   Patina Paradox.

Die gefundenen Gegenstände werden mit unterschiedlichen Techniken in einen neuen Zusammanhang gebracht und so wiederbelebt  =  „Anfang und Ende“ / A und O / steht hier und da auf den Bildern. Der Künstler forderte uns sogar auf, die Gegenstände und die Arbeiten insgesamt anzufassen, um einen persönlichen Kontakt herzustellen. Ein Besuch dieser umfangreichen Aussstellung ist aus meiner Sicht empfehlenswert  –  etwas Zeit sollte man mitbringen, um in diese Welt einzutauchen.

M.G. Müller (links)  und  F. J. Weber (Kunstverein Siegen)  –   im Dialog

Bei der Vernissage führte uns  Franz Josef Weber   (Vorsitzender des Kunstvereins Siegen)  im Dialog mit dem Künstler in dessen Gedankenwelt ein. Sein individueller Umgang mit Materialien. Farben und Formen rege an, sich mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit zu beschäftigen und zu neuen Sichtweisen zu kommen… Müller hat durch seine Ausbidung und berufliche Tätigkeit als Dipl. Designer und Art-Director in Werbeagenturen eine andere Sicht auf die  alltäglichen Dimge und ist in der Lage, dies handwerklich und künstlerisch umzusetzen.

Sitzschale eines Traktors – am Wegrand gefunden … „im Kojunktiv der Kontrolle“

Wegwerfgesellschaft – wir baden im Überfluss … „die nackte Lüge“

höher,schneller,weiter – der Zweite ist der erste Verlierer … „im Zenit der Ziffern“