Siegen – zurückversetzt in das 18. Jahrhundert

Eingetaucht in das Zeitalter des  Barock  fühlte ich mich bei dem Orgelkonzert in der Siegener Martinikirche.  Arvid Gast  (Professor für künstlerisches Orgelspiel an der Musikhochschule Lübeck) führte uns zurück in eine vergangene Zeit.

die Martinikirche ( am Unteren Schloss in Siegen )

die Martinikirche ( am Unteren Schloss in Siegen )

Die von ihm gespielte filigrane / konzertante Toccata in F von  Dietrich Buxtehude  (1637 – 1707 ) schien wie geschrieben für den Klangraum unserer  Martinikirche …  das gleiche habe ich empfunden bei den Klängen der Fantasie in g von Johann Sebastian Bach – geradezu atemberaubend geriet diese lange und kunstvolle Fuge.p1040202-klkl

 

 

 

 

 

 

 

 

Meisterhaft begleitet wurde er zu Beginn vom Solotrompeter  Joachim Pliquet (deutsches Symphonie-Orchester Berlin)  beim  Stück des Komponisten John Stanley (1713 – 1786).

Der Dritte in der Runde war dann der weltweit gefragte Bassist  Klaus Mertens mit einer enormen Bandbreite von Farbgebungen.

Gemeinsam und in bester Harmonie spielten die drei Interpreten  Stücke der Komponisten Johann Sebastan Bach (1685 – 1750)  und Georg Friedrich Händel (1685 – 1759).

Der lebhafte Schlussapplaus galt allen drei Interpreten – er wurde von Bravorufen begleitetp1040199-klDie jetzige Orgel in der Martinikirche wurde 1951 erbaut von der Fa. Emanuel Kemper & Sohn (Lübeck). 1985 bis 2003 erfolgte dann Schritt für Schritt ein kompletter Pfeifenaustasch sowie weitere Änderungen und Ergänzungen durch die Orgelbauwerkstatt Mebold.